2015-2

Akklimatisiert! Heißt: Fisch zum Abendessen, ausgeschlafen, Fisch zum Frühstück, umherlaufen, U-Bahn-fahren, relaxen, Fisch zum Mittag (in der Bento-Box). Das Fremde und das als fremd Vorgestellte sind schwer zu trennen. Auf den Straßen beobachten wir Leute, die oft keine Sonnenbrillen tragen sowie Autos, die fast alle aus irgend einem Grund geputzt sind. Mehr als die Oberfläche ist ohne Sprache kaum drin. Gesehen haben wir Shibuya, den Yoyogi-Park, den Meiji-Schrein mit Park, den Hama-Rikyu-Garten sowie das Ginza-Viertel.

01Tange_Olympiahalle

Kenzo Tanges Olympiahalle von 1964, einfach Klasse. Die Stadt ist ein architektonisches Chaos und zugleich reich an erstklassiger Architektur. Neben den Japanern scheint hier auch jeder international erfolgreiche Architekt gebaut zu haben – Piano, Bofille, Forster, Herzog & de Meuron, Rogers, Nouvel, Rossi usw., selbst F.L. Wright und Le Corbusier. Das steht zumindest für Abwechslung und Originalität, manchmal auch um jeden Preis.

03Meiji Shrine

Der Schrein für Kaiser Meiji und seine Frau Shoken aus den 1920er Jahren. Praktisch, eine Religion wie den Shintoismus zu pflegen, die es gestattet, Kaiser und Kaiserin gottgleich (das heißt mit gewaschenen Händen und ausgespültem Mund) zu verehren.

04Himarikyu_Garden

Der Garten ist hinreißend: Von Meerwasser gespeist, d.h. auch, Ebbe und Flut ausgesetzt. Die Anlage geht auf den Garten eines Shoguns aus dem 17. Jh. zurück.

05Sauber

Dass Tokyo sehr sauber ist, basiert ganz offensichtlich auf diesem öffentlichen Equipement.

06Architektur_1

Interessante Architektur ohne Eintrag in unserem Architectural Guide Japan.

07Capsules

Gute Architektur mit Eintrag in unserem Architekturführer: Ein Haus aus 144 vorgefertigten Wohnkapseln, 1972 von Kisho Kurokawa erbaut. Die Wohnkapseln, die es bis heute in Tokyo gibt, waren hier mit Bad, Kleinküche, Arbeitsplatz, Stuhl, Bett Stereoanlage, TV sowie Klimaanlage ausgestattet. Jetzt runtergekommen und leer, steht leider der Abriss an.

08Haus_Auto

Mein Haus, mein Auto … wahrscheinlich stehen dicke Autos auch hier für eine perverse Vorstellung von Sozialprestige …

09Votivtafeln

Um einen heiligen Baum am Meiji-Schrein Voivtafeln mit Gebeten, Wünschen, Dankformeln. Viele wünschen sich Gesundheit, Glück oder gedenken toter Freunde und Verwandter. E. hat die 500 Yen kostende Tafel mit einer unbescheidenen Bitte bekritzelt: Der BVB möge Meister werden (Ort und Zeitpunkt sind gut gewählt, in ein paar Tagen spielt der BVB hier gegen Kawasasaki).

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2015-1

Japan 2015 – Konigiwa allerseits!

Die Reise war weitgehend unbeweschwerlich und entschädigte überdies gegen Ende mit einem Blick auf den gigantischen Amur, den östlichsten Strom Russlands (für die Eingeweihten: „Durchs Gebirge, durch die Steppe zog …“ – https://www.youtube.com/watch?v=3xNMDqlYz80 – ). Mit Pasmo-Card für alle möglichen Bahnen versorgt, konnten wir von Narita Airport bis Asakusa fahren, einem von der Edo-Zeit geprägten Stadtviertel Tokyos.

Pagode_am_Sensoji-Tempel

Fünfstöckige Pagode am Sensoji-Tempel in Asukasa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Asahi_Brauerei_Skytree

Im Hintergrund der Tokyo Skytree, 634 Meter hoch, im Mittelgrund ein Bau der Asahi-Brauerei von Philippe Starck, dessen postmoderne Wurmsymbolik sich nicht gerade erschließt. Im Vordergrund ein Restaurantschiff auf dem Sumidagawa-River.