07/16 Hanoi

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Zwei volle Tage Hanoi: Hitze (37°C), Mofas, Straßenküchen, gutes Essen und rote Sterne – wir haben nach 26 Jahren wieder sozialistischen Boden unter den Füßen. Nicht, dass wir das irgendwann einmal vermisst hätten, aber die Sterne, die gleichwohl wenigen Propagandabanner wecken Erinnerungen. Die Stadt besitzt Charme, die Kolonialbauten der Altstadt sind ziemlich runtergerockt, Neubauten gibt es in diesem Quartier so gut wie gar nicht. Hier eine Straßenszene. Die Bürgersteige sind oft nicht passierbar, da sie als Parkfläche der Mofas oder Sitzplätze für die Besucher der Straßenküchen dienen.

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Keine Ahnung, wieviele Mopeds hier bei 3,5 Millionen Einwohner gefahren werden. Es sind sehr sehr viele und übersteigt die Nutzung in Italien, woher wir das gut kennen, noch einmal bei Weitem. Die Durchschnittsgeschwindigkeit in der City ist nicht sehr hoch, auf Fußgänger, die nicht zu ängstlich sind, wird Rücksicht genommen. In der Statistik der Verkehrstoten ist Vietnam allerdings die Nr. 1.

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Hier ein Blick über den Hoan-Kiem-See, das Herz der Stadt, von gepflegten Grünanlagen umgeben. Links der Jadeberg-Tempel sowie die Rote Brücke. Gestern haben wir ein traditionelles Wassertheater besucht: Sehr lustig und schön!

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Markanteste Bau auf dem Hoan-Kiem-See: der Schildkrötenpavillon. Wenn auch dieser auf eine Legende zurückgeht, so leben in diesem See wohl zwei Exemplare einer nahezu ausgestorbenen Art der Riesenschildkröten, die bis zu 400 Jahre alt werden können.

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Das Tor mit dem Pavillon des Sternbildes der Literatur in der großen Anlage des Literaturtempels. Die Anlage bildete zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert eine Art Beamtenakademie, deren Zeremonienhalle Konfuzius geweiht ist.

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Auf den von Schildkröten getragenen Stelen stehen die Namen der Absolventen, die zu Mandarinen ausgebildetet wurden.

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Dies ist die Einsäulenpagode.

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Onkel Ho (Chi-Minh) war sicher von anderem Kaliber als Lenin oder Mao, aber dem einbalsamierten Leichnam haben wir trotzdem nicht die Ehre erwiesen. Das nicht weit erntfernte Lenindenkmal ist mittlerweile völlig aus der Zeit gefallen.

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Die Zitadelle mit dem Flaggenturm, immerhin aus dem frühen 19. Jahrhundert – Ikone des Widerstand gegen die französischen und amerikanischer Truppen. Eigentlich unvorstellbar, was dieses Volk im 20. Jahrhundert erleiden musste – die Kriege gegen China und Kambodscha mit eingerechnet. Die Vietnamesen sind im Übrigen sehr freundlich und hilfsbereit, aber auch distanzlos. Wir wurden mehr als einmal angesprochen, mit dem Ziel, eine Unterhaltung mit einem Ausländer führen zu können. Morgen geht es für drei Tage auf ein Schiff in der Halong-Bucht. Wir wissen noch nicht, ob es dort W-Lan gibt.

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