06/16 Cambodia

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Für uns sind diese Fotos bereits Teil des Rückblicks, denn wir befinden uns nunmehr am Airport in Siem Reap, von wo wir gleich in Richtung Hanoi aufbrechen. Die Tempelanlagen von Angkor Wat sind gigantisch, es ist schier unvorstellbar, wie riesig die Hauptstädte der Khmer zwischen dem 9. und dem 14. Jahrhundert waren und mit welchem architekonischen, skulpturalen und infrastrukturellen Aufwand sie ausgestattet wurden. Was inmitten des Dschungels überdauert hat ist angesichts des Klimas, des Regimes der Roten Khmer, der Kriegs mit Vietnam sowie des Bürgerkriegs imer noch eindrucksvoll. Mit Angkor Thom wird die Spätphase der Khmer-Könige eingeleitet, ehe das meiste im Urwald unterging. Angkor Wat blieb jedoch ein wichtiges buddistisches Zentrum, wie mich heute morgen das hiesige Nationalmuseum belehrte.

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Absaras in Angkor Thom – tanzenden Nymphen. Tanzenden Frauen in großer Zahl spielten an den Höfen eine große Rolle, wie wir dem kurzweiligen Bericht des chinesischen Gesandten Zhou Daguan aus dem 13. Jahrhundert entnommen haben. Er hielt die Khmer für Barbaren, staunte aber, dass Männer und Frauen gemeinsam nackt baden gingen. Heute benehmen sich die Chinesen oft wie Barbaren, auch so ein Effekt der den Menschen veredelnden realsozialistischen Praxis.

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Ta Prohm: Riesige Bäume überwuchern die Architektur – das interessiert die meisten Touristen mehr als die großartigen Reliefs. Die meisten Tempel wurden übrigens in Anastylose zunächst vollständig auseinander gebaut und anschließend gereinigt und moderat ergänzt wieder zusammengesetzt.

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Ein absolutes Highlight waren die Tempel von Banteay Srei, eine knappe Stunde mit dem Tuk Tuk von Siem Reap entfernt. Sie stammen aus dem späten 10. Jahrhundert und sind prachtvoll dekoriert. Bemerkenswert war auch die lange Fahrt durch die Dörfer entlang der Straße. Unendlich viele Verkaufsstände, Feuerstellen, dafür wenige Plantagen und Reisfelder. Die Häuser stehen auf Pfeilern – Le Corbusier lässt grüßen … Wir sind hier zwar in der dritten Welt, aber besser als die hiesigen Dörfer sehen einige Viertel in Köln auch nicht aus. Das Bier ist da wir dort dünne Plörre.

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Schließlich der Besuch in einem schwimmenden Dorf am Tonle-See, dem größten und fischreichsten Binnensee Südostasiens. Die Armut steigerte sich hier noch einmal deutlich. Der Besuch einer Krokodilfarm war obligatorisch und schließlich kauften wir auch Nudeln, die wir …

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… dem Direktor dieser Waisenschule auf dem Wasser überreichten. Das ist hier Tagegeschäft, entlastete aber unser Gewissen spürbar. Man tat alles, um uns glaubhaft zu machen, dass es einem guten Zweck diente. See you in Hanoi!

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Hier noch ein schönes Relief aus Bantaey Srei.

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