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Breslau / Wrozlaw bei herrlichstem Frühherbstwetter. Gelandet noch im Nebel, nach 13 Uhr aber Sonne. Vom Flughafen mit dem Mietwagen erst einmal zur Jahrhunderthalle von 1913.

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Architekt Max Berg

 

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Jetzt mit Sonne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gleich dahinter ein Japanischer Garten, der ebenso zur Jahrhundertausstellung 1913 angelegt und nunmehr rekonstruiert wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Garten ist etwas groß geraten. Die Intimität der historischen Beispiele, die wir in diesem Jahr bereits in New York und San Francisco besucht haben, vermisst man hier – auch im Vergleich zu den uns vertrauten Düsseldorfer Gärten.

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Der Rynek, riesiger Marktplatz mit zentral platzierten Häusergeviert, im Hintertergund die Elisabethkirche.

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Noch einmal der Rynek.

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In der Altstadt gibt es selbst an zentralen Punkten großartige Beispiele der Klassischen Moderne. Von Adolf Rading stammt das Ensemble am Übergang vom Salzmarkt zum Rynek – ehemalige Mohrenapotheke (heute Zeitungssitz) und Bank.

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Erich Mendelsohn erbaute das Kaufhaus Petersdorff 1927/1928.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Detail desselben.

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Aula Leopoldina – eine geistige Brutstätte des Katholizismus, ehe die Preussen ab 1811 eine Universität von europäischem Format daraus machten. Abends zum Konzert im Rahmen der World Music Days – großartig!

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Im Dom auf einer der Oderinseln heimatliche Bezüge: Ein Nachkomme der hl. Elisabeth, Bischof Friedrich von Hessen-Darmstadt, errichtete seiner Stammutter eine barocke Kapelle, die er bei Domenico Guidi in Rom in Auftrag gab – im Bild sein Grab. Auf der gegenüberliegenden Seite des Chors eine Kapelle, mit deren Ausführung Fürstbischof Franz Ludwig von Neuburg, der Bruder des Düsseldorfer Kurfürsten Johann Wilhelm, Fischer von Erlach in Wien betraute.

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Schließlich ein Gruß vom Morgenspaziergang durch die Stadt: Blick durch einen Brückenbogen auf die Türme der Kathedrale. Morgen früh mit dem Wagen noch einmal zur Jahrhunderthalle, denn wir haben am Sonntag vergessen, uns Scharouns Ledigenwohnheim anzusehen. Danach ist ein kurzer Stopp auf dem jüdischen Friedhof geplant, um die Gräber des Botanikers Ferdinand Cohn, dem Begründer der Bakteriologie, sowie des Sozialisten Ferdinand Lassales zu suchen. Ab Mittag sind wir in Krakau.

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Das Ledigenwohnheim Hans Scharouns in der Werkbundsiedlung verdeutlicht noch einmal den Stellenwert der Moderne im Breslau der Zwischenkriegszeit. Nach 1945 sah sich die vollständig ausgetauschte Bevölkerung mit einem Geschichtserbe konfontiert, das mit ihrer eigenen galizischen Vergangenheit nichts zu tun hatte. Das barocke Matthiasstift wurde in eine Bibliothek verwandelt, die eigentlich aus Lemberg stammt, aber nunmehr die größte ihrer Art in Polen ist, die katholischen wie protestantischen Friedhöfe wurden eingeebnet, und die Erhaltung des alten jüdischen Friedhofs verdankt sich lediglich dem Umstand, dass die neuangesiedelten Ostpolen mit der jüdischen Geschichte Breslaus noch weniger anzufangen wussten als mit der deutschen Vergangenheit. Alles in allem stellt sich Breslau als disparat dar: deutsche Geschichte, polnischer Alltag; ein architektonisches Erbe, das in seiner Dichte und Qualität an Leipzig erinnert, jedoch noch auf seine flächendeckende Sanierung warten muss. Daneben eine überraschende polnische Moderne, die zwar runtergekommen ist, aber viel origineller zu sein scheint als die Architektur der DDR.

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Ferdinand Cohns Grab auf dem jüdischen Friedhof. Cohn war nicht nur Naturwissenschaftler von Rang, sondern schrieb auch die erste deutschsprachige Monographie zur Gartengeschichte.

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Der jüdische Friedhof wurde 1942 geschlossen und erst seit den 1970er Jahren unternahm man Schritte, das auch heute noch in Teilen überwucherte Areal wieder zugänglich zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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